
Im ersten Teil unserer Trilogie „OrientieRUng“ fragten wir: Wo stehen wir heute in
Gesellschaft, Kirche und Schule? Wie ist die politische, kulturelle Lage und Position?
Es ging um die Verortung der Welt, um die Wahrnehmung einer veränderten Welt in
vielerlei Bereichen. Ausdruck waren die senkrechten lamellenartigen schmalen Bildausschnitte
der Welt. Längsschnitte durch die große weite Welt.
Im zweiten Teil unseres „Orientierungslaufes“ geht es um OrientieRUng im Horizont des Glaubens.
Wir fragen nach dem Glauben in heutiger Zeit, nach den religiösen Traditionen, Strukturen und Entwicklungen und religiösen Trends in der Gesellschaft. Das, was unsere Zeit prägt, Sinn stiftet und im persönlichen Glaubensleben präsent oder verloren gegangen ist, was uns verändert hat, welche konkrete Perspektiven und Horizonte neu entstanden und hinzugewachsen sind.
Statt Längsschnitte möchten wir das Fundament, die Bodenschichten analysieren, Querschnitte des religiösen Lebens und Handelns betrachten, und dem Glauben als Prozess, als Entwicklungsgeschichte seit mehr als 2000 Jahren nachspüren. Wie drückt sich der Glaube heute unter den herrschenden wirtschaftlichen, medialen Bedingungen aus, wo erodiert er, wo befreit
er sich und die Menschen, die ihn leben und übersetzen? Wie definieren wir speziell den christlichen „Glauben“? Was gehört unverzichtbar dazu, was ist „überholt“? Wie kann der Glaube weitergegeben werden in Schule oder Pfarre?
Es geht um OrientieRUng, um den Glauben, der aus den Impulsen einer langen Geschichte des Volkes Israel, aus den Herausforderungen des Mannes aus Nazaret gewachsen ist und durch die Nachfolge lebendiger Menschen den Horizont dieser Welt erweitert hat.
In 12 Zukunftsateliers und 10 Schul-ARTeliers wollen wir den vielfältigen Fragen und möglichen Antworten nachgehen, und den Glauben als sinnerfüllte Vision eines gelingenden Lebens neu entdecken. Die Einladung ist ausgesprochen.
Wir freuen uns über eure Teilnahme!
Dir. Prof. Sepp Faist, OStR. Prof. Helmut Loder, MMag. Herbert Kohlmaier

